Seit Anfang August dieses Jahres sind Mitglieder unserer Berliner Regionalgruppe nun in Kagera um die dritte Bauphase des Zisternenprojekt zu Ende zu bringen. Für die Konstruktion der Dächer der Wassertanks wurde ein neues System entwickelt, dass in Zukunft den Bau erleichtern wird.
Bisher wurden für den Guss der Dächer einfache Decken aus zusammengenähten Betonsäcken verwendet, an denen die Bewehrung befestigt wurde. Diese Bauweise erfordert jedoch viel Zeit und einen hohen Verbrauch an Stahl. Eine Holzschalung, die mittels eines Gerüsts aus Baumstämmen in die Zisterne gesetzt wird, soll den Bau nun effizienter machen und die entstehenden Dächer werden gleichzeitig noch stabiler. Nachdem der Beton auf die mit Folie ausgelegte Schalung aufgetragen ist, muss er 10 Tage durchtrocknen. Danach können die einzelnen Elemente der Schalung über eine Öffnung im Dach der Zisterne herausgenommen und für die Konstruktion weiterer Dächer verwendet werden.
In den ersten Tagen nach der Ankunft der Ingenieure ohne Grenzen wurde sogleich mit dem Bau der Schalung begonnen. Dafür mussten als erstes die Holzplatten zugesägt und verschraubt werden. Tansanische Arbeiter erlernten dabei den Umgang mit Akkuschaubern und Sägen, Werkzeugen die aus aus Deutschland mitgebracht wurden und der Partnerorganisation Mavuno zur Verfügung gestellt werden damit die Arbeiter sie auch weiterhin nutzen können.
Die 14 einzelnen Elemente der Schalung wurden bereits in den ersten Tagen fertiggestellt. Ein LKW transportierte sie dann auf die Baustelle der Wassertanks. Dort wurde anschließend damit begonnen die Baumstämme, die als Gerüst und Unterlage für die Schalung dienen, zuzusägen. Jedes Schalungselement liegt auf diesen Stämmen auf. Durch einen längeren Stamm in der Mitte der Zisterne erreichen die Elemente zusammen die Kuppelform des späteren Dachs.
Da die Zisternen in ihrem Durchmesser leicht variieren, wurden an die Schalungselemente Verlängerungen angeschraubt um sie optimal anzupassen. Das Holz wurde dann mit einer Folie ausgelegt, damit die Schalung später wieder auseinandergeschraubt und entfernt werden kann. Es folgte die Befestigung der Bewehrungen, die den Zug des Betons aufnimmt. Mitte August konnte das erste Dach gegossen werden. Bis Ende Oktober sollen noch drei weitere Tanks fertiggestellt werden.
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Aktuell läuft der Abschluss der dritten Phase des Berliner Zisternenprojektes in Tansania. Blogs und aktuelle Bilder dazu finden sich unter und natürlich auf der Facebook-Seite von Ingenieure ohne Grenzen : |
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Viele Mitglieder der Berliner Regionalgruppe von Ingenieure ohne Grenzen sind Studenten, und nicht wenige davon studieren an der Technischen Universität Berlin. Deshalb freuen wir uns sehr, dass unsere Arbeit auch dort Beachtung findet!
Unter
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/newsportal/ein-blick_fuer_journalisten/2010/thema_der_woche_tu-studierende_helfen_in_tansania/
Die Gruppe der Berliner Ingenieure ohne Grenzen ist gestern am 4. August in Karagwe angekommen. Die Unterkunft befindet sich auf dem Gelände der Partnerorganisation Mavuno. Alle Angestellten dieser Organisation haben bereits viel Erfahrung mit freiwilligen Helfern aus dem Ausland und auch mit den Ingenieuren ohne Grenzen, so dass die ganze Organisation des Aufenthalts vor Ort reibungslos verlaufen kann. Da es hier eine Internetverbindung gibt, wird auch das regelmäßige Erstellen und Senden von Berichten und Fotos möglich sein.
Am Tag der Ankunft wurden sogleich die ersten Besprechungen unternommen und die Arbeitspläne für die kommende Woche erstellt. Auch die Zisternen, die in der laufenden 3. Bauphase fertig gestellt werden, wurden bereits besichtigt. Um die neuen Dachkonstruktionen optimal anzupassen, wurde der Durchmesser der einzelnen Zisternen genau bemessen. Heute sind nun die Arbeiter dabei das Holz für die Schalung der Dächer zu bauen. Gleichzeitig werden die ersten Tests zur Wasserqualität der Tanks auf dem Gelände Mavunos unternommen. Dies soll der Vorbereitung der morgen beginnenden Besichtigung und Überprüfung der Wassertanks der Familien in der Umgebung dienen.
Heute Abend wird einer deutschen Helferin, die Mavuno viele Monate bei ihren verschiedenen Projekten begleitete, verabschiedet. Zu diesem Anlas sind einige Mitarbeiter bereits dabei ein Fest vorzubereiten. So wird der erste Arbeitstag mit einem gemeinsamen Essen, Musik und Gesprächen rund um die Entwicklungszusammenarbeit ausklingen.
Maria Günther
Die Berliner Regionalgruppe der Ingenieure ohne Grenzen führt derzeit drei Zisternenbau-Projekte in der Region Karagwe, im Nordwesten Tansanias durch. Da es in dieser Region so gut wie keine natürlichen Wasserquellen gibt, müssen die Bewohner auf das Wasser der stark verschmutzen Wasserlöcher zurückgreifen und es über weite Strecken transportieren. Durch den Bau von Zisternen, mit denen in der Regenzeit Wasser aufgefangen und gespeichert wird, kann die Wasserversorgung in der Region schrittweise ausgebaut werden. Am 2. August reisen Mitglieder der Berliner Regionalgruppe nach Tansania, um die verschiedenen Projekte erneut zu besuchen.
Zusammen mit der Partnerorganisation Mavuno wurden in Kagera in den vergangenden Jahren bereits mehr als zehn Tansanische Arbeiter ausgebildet und 27 Zisternen gebaut. Von August bis September soll die dritte Bauphase des seit 2008 laufenden Projekts zu Ende gehen. Neben der Fertigstellung der letzten Wassertanks werden umfangreiche Analysen der Wasserqualität der bereits genutzten Zisternen und Befragungen der Familien durchgeführt. Diese Analysen und nachfolgenden Evaluationen sollen über den Zustand der Zisternen und Veränderungen der Lebensumstände der Bewohner Kageras Auskunft geben und somit die Nachhaltigkeit des Projekts sicherstellen.
In derselben Region, ist das bisher umfangreichste Projekt der Berliner Regionalgruppe geplant. Durch eine zentrale Wasserversorgung sollen zukünftig die rund 3.000 im Dorf Chonyonyo und der Umgebung lebende Menschen mit Wasser versorgt werden. Da auch hier oft die Kinder für das Beschaffen von Wasser zuständig sind und dies bis zu dreimal am Tag erfolgen muss, ist es vielen Kindern zeitlich unmöglich zur Schule zu gehen. Die Grundversorgung der Region mit Wasser leistet somit auch einen Beitrag zur Entwicklung der Bildungsmöglichkeiten. Auf einem 42 Hektar großen Gelände der Partnerorganisation Mavuno soll die geplante Anlage errichtet werden. Während des Aufenthalts der Ingenieure ohne Grenzen wird dieses Gelände erkundet, um die genaue Planung der Anlage, die mehrere tausend Kubikmeter fassen soll, fortzusetzen.
Ende August werden dann drei Mitglieder der Ingenieure ohne Grenzen von Kagera an die Baramba Girls Secondary School in Ngara reisen, um mit dem Bau von vie Wassertanks zu beginnen. Der Leiter der Schule erfuhr von den Zisternenbau-Projekten der Umgebung und trat 2008 mit einer Bitte um Zusammenarbeit an den deutschen Verein heran. Die Mädchenschule muss das benötigte Wasser jeden Tag in Fässern zur Schule transportieren und hat trotzdem nicht genügend Wasser zur Verfügung. Alleine der Transport stellt eine hohe zeitliche, finanzielle und organisatorische Belastung dar, der mittels der geplanten Zisternen entgegen gewirkt werden soll. Derzeit sind bereits tansanische Arbeiter dabei die Baugruben für die Zisternen auszuheben, so dass auch zeitnah mit dem Bau der Tanks begonnen werden kann. Nach der Abreise der Berliner Mitglieder Ende September, wird der Bau eines weiteren Tanks durch das vor Ort ausgebildete Personal erfolgen. Neben der technischen Weiterbildung soll auch eine Schulung bezüglich der Wasserqualität und Hygiene stattfinden, denn um die Wasserversorgung nachhaltig zu sichern, ist auch der Umgang mit dem gewonnenen Wasser entscheidend.
In den aktuellen Meldungen der Regionalgruppe Berlin und auch im Bereich ‚Projekte’, auf der Homepage der Ingenieure ohne Grenzen e.V. werden während des Aufenthalts in Tansania regelmäßig Neuigkeiten über die Projekte erscheinen. Wer unseren Reisenden bei ihrer Arbeit folgen möchte kann dies auch gerne auf unserer Seite bei Facebook tun. (
http://www.facebook.com/#!/pages/Ingenieure-ohne-Grenzen-eV/296850250029?ref=ts
Am Donnerstag, dem 24. Juni, hatte die Berliner Regionalgruppe die Möglichkeit, die Arbeit und Projekte von Ingenieure ohne Grenzen im Rahmen der Ringvorlesung Entwicklungspolitik an der TU Berlin vorzustellen.
Die
Vorlesung
SID
Marko Faber und Stephan Dittrich aus der Berliner Regionalgruppe lieferten einen spannenden Vortrag mit Fokus auf Nachhaltigkeit und persönlichen Erfahrungen, aber auch Schwierigkeiten während der Projektdurchführung. Sie stellten insbesondere die beiden Projekte der Berliner Regionalgruppe, Zisternenbau und Kleinst-Biogasanlagen in Tansania, vor und weckten das Interesse der Zuhörer zum Mitmachen.
Somit war die Präsentation ein voller Erfolg und wir hoffen auf weitergehendes Interesse, nicht nur bei TU-Studenten.
Die Lange Nacht der Wissenschaften (LNDW) in Berlin ist vorbei, und die Ingenieure ohne Grenzen e.V. der Regionalgruppe Berlin blicken auf eine ereignisreiche Nacht zurück. Rund 15000 Besucher, die durch die Türen des TU-Hauptgebäudes oder der Peter-Behrens Halle auf dem Campus Wedding strömten, konnten sich an den Info- und Versuchsständen über die Arbeit von Ingenieure ohne Grenzen e.V. informieren und auch selbst einiges ausprobieren.
Wie konzipiert man eine Biogasanlage für den Hausgebrauch, die Familiengemeinschaften unabhängig von rückgängigem Holzbestand macht, die mit einfachen Mitteln gewartet und betrieben werden kann? Wie konstruiert man eine Zisterne, die – mit einfachsten Mitteln gebaut – dennoch große Lasten aushält und die Versorgung ganzer Dorfgemeinschaften mit Wasser garantiert? Fragen des interessierten Publikums wurden nicht nur hierzu, sondern auch zur allgemeinen Arbeit und dem Selbstverständnis des Vereins beantwortet.
Für die jüngeren Besucher wurde in Anlehnung an die Projektgruppe Brückenbau der Ingenieure ohne Grenzen ein Brückenbauwettbewerb durchgeführt. Und der Nachwuchs zeigte sich kreativ und beeindruckte mit Konstruktionen, bei denen bereits 5 DIN A4 Blätter eine Last von über 5,5 kg zu tragen in der Lage waren.
Höhepunkt waren sicherlich ein Interview mit dem Berliner Sender radioeins, der live von der LNDW berichtete, sowie eine Liveschaltung nach Ruanda, von wo aus die Projektgruppe Brückenbau dem Berliner Publikum Bericht über ihre Arbeit erstattete. Insgesamt war die Teilnahme an der LNDW Berlin eine spannende und erfolgreiche Aktion.
Die Ingenieure ohne Grenzen konnten einer breiten und interessierten Öffentlichkeit ihre Arbeit näher bringen und hoffen darauf, den einen oder anderen vielleicht schon bald als neues, tatkräftiges Mitglied begrüßen zu dürfen.
Alle, die es nicht schaffen, an einem unserer Stände zur Langen Nacht der Wissenschaften (s.u.) vorbeizuschauen - aufgepasst:
radioeins
Wer also nicht selber zu uns kommen kann, aber immer schon mal wissen wollte, wie wir genau arbeiten und was wir so machen: Auf 95,8 MHz im Raum Berlin oder per Internet-Stream im Rest der Welt - schaltet doch einfach mal rein!
| Ort: | Zeit: | |
| Technische Universität Berlin | Samstag, den 05. Juni 2010 | |
| Straße des 17. Juni | 17.00 Uhr bis 01.00 Uhr | |
| 10623 Berlin | ||
| Stand: Hauptgebäude TU Berlin | Stand: Institut für Bauingenieurwesen | |
| (auf dem TIB Gelände in Wedding) | ||
| Straße des 17. Juni 136 | Gustav‐Meyer‐Allee 25 | |
| 1. Stock des Hauptgebäudes | Gebäude 13B |
Am Samstag, dem 5. Juni 2010, findet zum 10. Mal die Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin statt. Zu diesem Anlass lädt die gemeinnützige Hilfsorganisation Ingenieure ohne Grenzen e.V. zwischen 17 und 1 Uhr interessierte Besucher dazu ein, sich über aktuelle Projekte in Entwicklungsländern, die Arbeit der Ingenieure vor Ort und angewandte Forschung zu informieren.
Probieren Sie aus, wie wir Ingenieure ohne Grenzen Schmutz aus Regenwasser filtern und wie unsere Biogasanlage aus Pflanzenresten Energie erzeugt. Zeigen Sie Ihre eigene Kreativität beim Brückenbauwettbewerb oder chatten Sie mit unserer Brückenbau‐Projektleiterin in Ruanda! Außerdem informiert Sie jede halbe Stunde ein Film über unsere Arbeit. Wie kann man Regen sammeln, der mehr als 1000 Menschen über die Monate der Trockenzeit mit Wasser versorgt? Wie sehen Brücken aus, die in ländlichen Gegenden Ruandas die sichere Überquerung von Flüssen ermöglichen? Und wie genau wird sichergestellt, dass die Menschen vor Ort dauerhaft von diesen Lösungen profitieren?
Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen wir uns als gemeinnützige Hilfsorganisation. Unter anderem plant, begleitet und baut Ingenieure ohne Grenzen e.V. Brücken in Ruanda sowie Zisternen und Biogasanlagen in Tansania. Die Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen ist bei jedem Projekt von Ingenieure ohne Grenzen eine Grundvoraussetzung zur Sicherung der Nachhaltigkeit.
Für Besucher der Langen Nacht der Wissenschaften gibt es Einiges zu erfahren. Bilder, Videos und persönliche Eindrücke aus der Projektarbeit, fundierte Informationen zu Projektergebnissen sowie Fragen rund um das Thema Entwicklungszusammenarbeit werden am Stand der Ingenieure ohne Grenzen ausführlich besprochen. Holen Sie sich bei uns alle Infos zu technischer Entwicklungszusammenarbeit!
In Mitmachexperimenten können sowohl die großen als auch kleinen Besucher sich aktiv beteiligen und in einem Brückenbauwettbewerb ihr Geschick und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Wer baut die stabilste Brücke?
Finden Sie es raus, wir freuen uns auf Sie.
Am Donnerstag, dem 22. April ist
Earth Day
Zum Beispiel wird
Radio Eins
Wir wünschen viel Spaß und bedanken uns natürlich bei Radio Eins für die tolle Aktion!
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