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Solarstrom für Berufsschule in Sierra Leone

Solarstrom für Berufsschule in Sierra Leone

Die Münchner Gruppe der Ingenieure ohne Grenzen plant in der Ortschaft Kamakwie in Sierra Leone das Sella Vocational Centre durch eine Photovoltaikanlage mit Strom zu versorgen.

Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Welt. Aufgrund der wachsenden Armut findet vermehrt eine Landflucht der jüngeren Bevölkerung statt. Viele wandern von den ländlichen Regionen in die Städte ab, vornehmlich in die Hauptstadt Freetown. Die Lebensbedingungen sind dort oft nicht besser. Diese Tatsache soll durch Entwicklungsmöglichkeiten für die junge Bevölkerung in den ländlichen Gebieten verändert und damit auch dem Wachstum von Slums entgegengewirkt werden.

In der Ortschaft Kamawkie 150 km nordöstlich der Hauptstadt Freetown, liegt das Ausbildungszentrum Sella Vocational Centre. Hier werden ca. 180 Schüler in praktischen Tätigkeiten wie unter Anderem in Holzverarbeitung, Mauern, Weben, Nähen und Kerzenherstellung ausgebildet.

Drei Mitglieder der Münchener Ingenieure ohne Grenzen haben im Frühjahr 2009 Kamakwie besucht und mit der Schulleitung des Sella Vocational Centre zusammen ein Konzept zur Verbesserung der Ausbildungsbedingungen entwickelt. Demnach soll eine Photovoltaikanlage aufgebaut werden, mit der die Schule in Zukunft mit Strom versorgt werden kann.

Folgende Ziele sollen durch die Stromversorgung erreicht werden:

  1. Ein IT-department mit 5 Laptops ermöglicht die landesweite und staatlich anerkannte Prüfung des NCTVA (National Council for Technical and Vocational Awards)
  2. Elektrisches Licht in den Klassenräumen soll Unterricht bis in die Abendstunden für Erwachsenenbildung ermöglichen
  3. Ein Workshop vor Ort soll einen besseren Bezug zu der neuen Technologie schaffen um selbstständigen Betrieb und Wartung zu gewährleisten

Um das Projekt möglichst nachhaltig zu gestalten und für zukünftige Wartungs- und Reparaturkosten aufkommen zu können, müssen Rücklagen gebildet werden. Durch die sinnvolle Nutzung der Anlage sollen die anfallenden Kosten gedeckt werden. Dazu zählen Nutzungsmöglichkeiten wie beispielsweise das Laden von Handys oder die entgeltliche Internetnutzung, durch welche die Nachhaltigkeit des Projekts gesichert werden soll.

Unter Hyperlink-Symbol Betterplace.org kann direkt für dieses Projekt gespendet werden.

Den aktuellen Flyer des Projektes gibt es hier zum Download: